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Was in der Natur passiert, wenn keiner zuschaut: siehe oben.

My Son Wears Dresses; Get Over It: Ein Vater schreibt über seinen Sohn, der gender creative ist. (Dafür fehlt ein gutes deutsches Wort.)

What’s in Prince’s Fridge: Der Kühlschrankinhalt von Prince durfte nicht fotografiert, aber gezeichnet werden. Ich mag diese Schrulligkeit.

On the Phenomen of Bullshit Jobs:  Ever had the feeling that your job might be made up?

Horse eComics: Einer der besten Twitter-Spammer mit eigenem Wikipedia-Artikel ist Horse eBooks – und bei Horse eComics macht sich jemand die Mühe, die poetischen Tweets zu zeichnen. Für Seiten wie diese liebe ich das Internet.

Amazing photos of storms by Mitch Dobrowner: Wow.

The Perfect Nap: Sleeping is a mix of Art and Science:  Als großer Fan des Schlafens finde ich auch, dass es eine Mischung aus Kunst und Wissenschaft ist.

That Color:  Ein Herbstanfang in Bildern.


Gestern zum ersten Mal in Berlin im Kino gewesen und dann sehr in Frances Ha verliebt; wie immer komme ich damit etwas spät zur Party, aber erstens läuft der Film immernoch, zweitens zeigte die lange Schlange im Foyer, dass der Rest der Menschheit im Sommer den Film vielleicht auch noch nicht gesehen hat.
Heftige Empfehlung, mit vielen Ausrufezeichen. Dazu noch ein David-Bowie-Ohrwurm.
Repeat, repeat, repeat. It’s a lovestory.


Gestern nochmal The Life Aquatic of Steve Zissou gesehen, siehe oben die Lieblingsszene, verkürzt: wie der Orca während des unangenehmen Interviews im Hintergrund Pirouetten schwimmt, große Liebe. Diesen Herbst werde ich mich noch einmal durch die ganzen Werke von Wes Anderson durcharbeiten.

Kleines-Scheusal.de war das Projekt einer PR-Agentur: Siehe den vorigen Eintrag – die angeblich verfolgte Person, die Hasskommentare gegen Feministinnen veröffentlichte, und im Nachhinein verpixelt wurde, gibt es gar nicht – alles das Projekt einer PR-Agentur, die Traffic auf einen Blog lenken wollte.
Unglaublich. Hanhaiwen schreibt dazu, warum das Ganze nicht trivial ist und “niemandem geschadet hat”.

Collaborating with a 4-year-old: Eine Illustratorin arbeitet gemeinsam mit ihrer Tochter an Kunstwerken – und die Ergebnisse sind bezaubernd.

Deutsche Wahlplakate überarbeitet: Erstaunlich, wie viel Mühe sich manche beim Umgestalten von Wahlplakaten machen – ein Gewinn für die Parteien und ihre Botschaften.

CEO Has Special Knack For Recognizing Great Ideas And Ruining Them (Video): Schön gemacht.

Nicht schlecht staunte: Ein Hommage-Tumblr an einen verzweifelten Textanfang.

Bookshelfies: Selfies vor Bücherregalen. Nerdig schön.

Floating on Glass: Lake Louise: Mein Fernwehgefühl heißt derzeit Kanada.


Und jedes Mal wieder ist die Heftigkeit, mit der auf feministische Äußerungen reagiert wird, unglaublich. Einige Menschen möchten, dass ihre Hass-Kommentare, die sie unter ihrem Namen öffentlich verfasst haben, nun nicht publiziert werden: und genau deswegen muss jede/r diesen Vortrag mal anschauen.

Weil es keine Ausnahme ist. Und auch nicht aufhört.

Update: Jetzt wieder mit funktionierendem Video – natürlich wurde es gesperrt.
(Die ganze Geschichte bei den Popcornpiraten.)

Update 2: Jetzt also ein Video, in dem Avatar/Name einer Hass-Kommentatorin verpixelt ist, da diese seit Veröffentlichung des Videos bedroht wird.
Man kann sich das alles wirklich nicht ausdenken: jedes Lektorat würde einem das sofort wegen dramatischer Übertreibung aus dem Manuskript streichen.


Kann es denn wirklich sein, dass schon wieder Montag ist?
Und dass hier in der Zwischenzeit nichts geschrieben wird, sondern wieder nur eine Linkliste kommt? Ja.

Eine Hundertjährige im Gespräch: “Man wird alt und merkt es gar nicht.”

To the Guys Who Threw Eggs at Me Tonight: Männer werfen aus einem fahrenden Auto Eier auf eine Frau – weil sie dick ist. Kann man sich nicht ausdenken, sowas.

On a wednesday: Jede Woche gibt es am Mittwoch ein neues Interview, mit Menschen, die in New York in Parks sitzen.

Streaming und Downloads bringen deutscher Musikindustrie die Wende: Ja, das hat gedauert. Und wenn sie jetzt noch das mit den Filmen und den Serien hinbekämen, ach!

Portraits of Albanian Women Who Have Lived Their Live as Men: Wow. Frauen leben als Männer, um in der traditionellen Kultur nicht so eingeschränkt zu sein.

Massive sink hole swallows trees in Louisana (Video): Das ist krass: eine Salzmine bricht ein und verschluckt eine ganze Reihe Bäume wie aus dem Nichts. (Nach dem Versinken passiert nicht mehr viel, man muss das Video nicht ganz bis zu Ende sehen.)

Dolly Parton’s Jolene in einer Slow Version: Ziemlich gut.

2 Hamsters, 1 Wheel (Video): So viel besser als 2 Girls, 1 Cup.


Wochen, die wie Güterzüge durchrauschen, lassen keinen Platz zum Bloggen; aber immerhin lassen die Güterzugwochen Platz zum Lesen, das macht man ja eh immer so nebenbei. Daher hier genug Lesestoff für eine ganze Woche im Hamsterrad, falls Sie in einem sitzen.

Der etwas andere Wahlomat: Christoph Koch hat die 100 häufigsten Worte der Wahlprogramme der Parteien analysiert und zu Wortwolken zusammengestellt. Erstaunlich, wirklich.

Christiane Link lebt in London und spricht bei Aktion Mensch über Inklusion und Teilhabe dort:

Das soziale Modell von Behinderung definiert Behinderung als soziale Aufgabe der Gesellschaft, nicht als individuelles, tragisches Problem eines Einzelnen.
Ein Beispiel: Wenn ich vor einem Gebäude stehe, das 10 Stufen hat, sieht das soziale Modell die Stufen als die Behinderung an. Das medizinische Modell aber geht davon aus, dass ich nicht rein komme, weil ich nicht laufen kann.
Wenn die Gesellschaft also davon ausgeht, dass die Beseitigung von Barrieren eine gemeinsame Aufgabe ist und es nicht mehr darum geht, dass ich nicht laufen kann, dann passiert auch mal was in Richtung Barrierefreiheit und Teilhabe. Wenn man immer nur bedauert, dass jemand nicht laufen kann, passiert erst mal gar nichts.

Wer liebt, kauft weniger: Sibylle Berg deckt den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Einsamkeit auf; wahrscheinlich nicht neu, aber beim Lesen dachte ich dann: Ja. Wer liebt, kauft weniger. Wer sich aufgehoben fühlt, hat weniger Angst, die er durch den Erwerb von Produkten zu beschwichtigen sucht.

Why I’m coming out as a gay father:  Yotam Ottolenghi hat einen Sohn – und erzählt vom langen Weg dorthin. Weil nicht drüber sprechen keine Option ist, solange das alles noch so schwer ist.

The Opt-Out Generation wants back in: Interessante Geschichte von einigen gutverdienenden Frauen, die vor etwa zehn Jahren entschieden, die Karriere gegen das Hausfrauenleben zu tauschen – und was in der Zwischenzeit aus ihnen geworden ist.

Männlich, weiblich, unbestimmt: In Zukunft gibt es in Deutschland ein drittes, unbestimmtes Geschlecht – doch die Regierung schafft es nicht, alle Gesetze entsprechend zu ändern. A long way to go.

Triggerwarnung 1: A wordless comment on overconsumption (video). Sehenswert, schmerzhaft.

Triggerwarnung 2: Martin Manley hat sich an seinem 60. Geburtstag das Leben genommen – und an diesem Tag eine Website veröffentlicht, auf der er all seine Gründe darlegt und aus seinem Leben erzählt. Obwohl er den Server für 5 Jahre im Voraus bezahlte, hat Yahoo die Seite runtergenommen.
Hier findet man eine komplette Mirror-Version.
Das ist nichts, was man so nebenbei lesen kann; und trotzdem beschäftigt mich das Ganze – erstaunlich, wie tabuisiert das Thema in Deutschland ist und wie unmöglich die Debatten darüber sind.

Write a letter to your future self: Eine nette Idee – man kann sich mit diesem Tool selbst einen Brief schreiben und bekommt ihn dann an dem Tag in der Zukunft geschickt, den man einträgt. (Weiß man jetzt nicht, was mit den Daten dort passiert; aber das weiß man ja generell nicht mehr so genau.)

Einem Freund: Lena schreibt einem Lieblingsmenschen einen Brief; und da sind einige schöne Sätze drin.

Wie funktioniert eigentlich eine Hamsterbacke (Video): Genau so. (Jeder braucht irgendwann im Leben mal einen Hamster.)


Wie sich Glen Hansard freute, dass wir drei Stunden im strömenden Regen standen: Sehr.
Nach all den Jahren, immernoch das Lieblingslied, noch vor Falling Slowly: Say it to me now.
Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehen. 


Selten einen Film-Trailer gesehen, der mich so berührt hat wie der hier drüber – in “Her” verliebt sich Joaquin Phoenix in ein intelligentes Computersystem. Wenn das alles so gut ist, wie es im Trailer aussieht, ein Oscar-für-die-Hauptrolle-Kandidat.

Wahnsinnig gut: Ein Paar spricht beim ersten Date beim Wandern in West Virginia drüber, wie toll es wäre, hier ein Haus zu haben, bei dem eine komplette Wand nur aus Fenstern besteht, damit man den Sonnenuntergang komplett sehen kann. Ein Jahr später kündigen sie ihre Jobs und bauen dieses Haus.

Freunde von Freunden ist und bleibt eine Lieblingsseite – trotz der Unwirklichkeit der meisten gezeigten Wohnungen. Diese berührte mich irgendwie: allein wie der Hund mit seinem Hinterteil auf der Holzeisenbahn liegt.

Ich liebe Malte Welding und seine Texte; vor allem die über die Liebe, weil er immer so klug über Gefühle schreibt: vor allem die, die man nicht haben möchte, aber nun mal trotzdem hat: Ein Vater.

Was mit Kunst: Eine komplett eingehäkelte Lokomotive.  Beeindruckende Gemälde von Adam Caldwell und Tension – eine Fotoserie von Nir Arieli über Tänzer/innen; das geht ja immer.

Raul hat 10 Dinge aufgeschrieben, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten. Absolute Leseempfehlung, auch für Kinderlose.

Try to be kinder: Ein paar Sätze von George Saunders. Genau so.

Die Diskussion um die Schleckerfrauen hat mich ziemlich wütend gemacht – umso schöner zu sehen, dass einige von ihnen jetzt eigene Drogerien gründen. Lange genug gemacht haben sie es ja.

Ein Lieblingsblog: Bei 1000 Zeichen gibt es jeden Tag kurze Geschichten, die alle gut sind – und nicht mehr gemeinsam haben als eben die Länge von 1000 Zeichen.

Scott Simon schrieb auf Twitter sehr berührend über den Tod seiner Mutter – direkt aus dem Krankenzimmer. Im New Yorker Blog gibt es dazu einen Text mit dem Titel “Tweeting Death”.

Wahnsinnig schön: Die Rainbow Mountains in China. Gar nicht gewusst, dass es das gibt.