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Vor kurzem war ich in San Francisco und im Valley, es fühlt sich nach zwei grauen Wochen in Berlin schon wieder an, als läge eine Ewigkeit dazwischen.
Ein paar Tipps für Dinge, die man ansehen kann und Orte, die man besuchen kann, habe ich mitgebracht; für alle, die demnächst hinfahren oder irgendwann später.


Essen & Kaffee

Tartine Bakery

Die Tartine Bakery noch zu empfehlen, fällt wohl unter Eulen nach Athen tragen, oder eher preaching to the choir, aber halleluja. Bitte unbedingt hungrig kommen, ich lief aus Versehen sehr satt dran vorbei. Die Lemon Creme Tartes wären die Gründung einer eigenen Religion wert. Amen.

Schmidt’s

Im Ausland in ein deutsches Restaurant zu gehen – ist eigentlich verboten, dann aber doch immer wieder schön, wenn man nach zwei Wochen Weißbrothölle ein Pumpernickel auf dem Vorspeisenteller findet. Reservieren hilft, vor allem am Wochenende, sonst wartet man etwa 40 Minuten auf den Tisch; aber ich würde es wieder tun.  Nach dem Schmidt’s direkt weiter zu Trick Dog:

Trick Dog Bar

Die Karte für die Drinks ist so fancy, dass ich sie erst beim jetzigen Nachlesen auf der Website  verstanden habe. Man bekommt da famose kleine Snacks, zum Beispiel Cracklins, was ein bißchen so ist, als könnte man vom Schweinebraten nur die Kruste bestellen. (Vielleicht versteht man diesen Wunsch nur, wenn man aus Bayern kommt.)

Trouble Coffee

Wenn man mit dem N-Train in Richtung Ocean Beach fährt, findet man etwa eine Haltestelle vor der Endstation Trouble Coffee – ein winziger Laden, sehr guter Kaffee, ein paar Snacks wie French Toast. Der perfekte Zwischenstopp, um mit einem hervorragenden Kaffee in der Hand zum Strand zu laufen, die Füße im Sand zu vergraben und den Surfern zuzuschauen.


Schauen & Freuen

Tantrum

Keine Ahnung, wie ich diesen Laden gefunden habe – plötzlich stand ich drin, und musste alles anfassen. Am Ende habe ich doch nur zwei Postkarten gekauft – aber hätte ich schon Kinder, hätte ich den Laden für sie leergekauft. Yes, please.

Academy of Sciences

Das Museum hat das Motto “Let the Wonder Begin”, und genauso war’s: ich verbrachte Ewigkeiten im Aquarium, staunend von den Quallen zu den Seesternen, wahnsinn, dann noch im Planetarium viel gestaunt und dann war da noch ein riesiger Urwald. Wahnsinn.

David Hockney // De Young Museum

Direkt neben der Academy of Sciences liegt das De Young Museum – und da wird bis zum 20. Januar 2014 noch David Hockney: A Bigger Exhibition gezeigt. Man durfte dort nicht fotografieren, aber: eine Riesenempfehlung. Der Mann malt wie ein Verrückter, was für ein Output – es ist beeindruckend, seine künstlerische Entwicklung zu sehen,  in der viele der neueren Bilder auf dem iPad gemalt wurden.

Ocean Beach

Baden kann man zu dieser Jahreszeit irgendwie nicht mehr, am Strand ist eher Mützenwetter, das stört die Surfer aber nicht. Man sollte grundsätzlich so oft ans Meer fahren, wie man kann, es öffnet das Herz. (Und vorher Kaffee bei Trouble Coffee mitnehmen, das wärmt den Rest.)


Und sonst so?

Robben am Pier 39
Das Pier 39 ist schon hart an der Tourismusschmerzgrenze vorbei (das dortliegende Bay Aquarium kann man gut überspringen), aber die Robben, die sind dann doch super. Außerdem fährt man dort schön hin (F-Train!) und dann kann man verschiedene Boots-Touren machen, entweder als Rundfahrt oder nach Alcatraz.

F-Train fahren
Zum Pier 39 fährt man am schönsten im F-Train. In jedem Wagen hängt eine Schautafel, der die Herkunft und Vergangenheit der einzelnen Straßenbahn erzählt.

Alcatraz
Eine dieser Sehenswürdigkeiten, über die man viel gehört hat – und trotzdem eigentlich nichts Genaues weiß. (Karten für die Tour müssen etwa fünf Tage im Voraus gebucht werden.)

Stanford
Wenn man sowieso im Valley unterwegs ist, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall – Palo Alto an sich ist recht langweilig. Allein der Parkplatz von Stanford ist größer als die meisten deutschen Universitäten, und es gibt einen kostenlosen Bus Shuttle Service, der von der Caltrain Station verschiedene Orte auf dem Campus anfährt. Empfehlenswert ist der Hoover Tower und das Museum auf dem Campus, das Cantor Arts Center, die Memorial Church und das Herumschlendern an sich.


Wochenendtrip: South Lake Tahoe

Wenn man eine Weile in der Bay Area ist und Zeit genug für einen Wochenendtrip hat, empfiehlt sich ein Ausflug nach South Lake Tahoe – man kann da prima spazieren und im Winter auch diverse Aktivitäten wie Skifahren & Co. machen. Ansonsten vielleicht auch einfach flanellpyjamatragend in einer Hütte sitzen und Glühwein trinken, das ist ja meine spezielle Vorstellung von Hüttengaudi.

PS. Leser Björn hat zu diesen Empfehlungen eine Foursquare Liste angelegt: A happy guide to San Francisco.

Gute Reise!


Rituale sind wichtig, aber auch schwierig, diese Sache mit der Kontinuität. Anyway.

Work can wait:  Ja. Ja. Ja!

Mark Firth: Wie schön ich da alles finde. Wenn ich groß bin, möchte ich auch so eine Farm. Und ich mag’s, wenn Leute nicht aufräumen, bevor jemand zum Fotografieren kommt.

Aspen Girls: Der Begriff “Skihaserl” war nie klarer.

Honey bees can be trained to detect cancer: Verrückt.

Nahrungsaufnahme: Vielleicht Blumenkohl, oder Rosenkohl mit Zitronensenfpetersiliendressing?
Im Supermarkt weiß man ja nie, was man mit all dem Kohl machen soll.


Eine Weile war ich unterwegs; in der Zwischenzeit hat sich das hier alles angesammelt – genug Stoff, um eine ganze Woche in euren Büros rumzubringen.
Zum Anschauen, Lesen, Hören, Freuen:

“Was machen die den ganzen Tag?”: Langer, lesenswerter Artikel: Sie fliehen aus Syrien und Afghanistan – und landen in einem Dorf wie Anwalting. Jetzt haben beide Seiten Fragen: Können wir unsere Kinder noch auf die Straße lassen? Warum grüßen die Deutschen nicht? Die ZEIT hat Flüchtlinge und Einheimische an einen Tisch gesetzt. An einigen Stellen ganz schön entlarvend.

BatKid saves San Francisco: 11.000 Freiwillige erfüllen einem kleinen Jungen einen großen Wunsch. (Und ich klickte währenddessen oft auf den Hashtag. Hooray for the internet.)

Welcome to Dinovember: Im Dinovember erwecken Eltern nachts die Dinosaurier im Haus zum Leben. Großartig.

Touching Portraits of Mothers with their One Day Old Babies: Wie klein die sind. Und wie bewegend die Gesichtsausdrücke der Mütter.

Realistically colorized photos make the past seem incredibly real: Ja, so sah das aus damals. Wahrscheinlich.

Compilation of Cats stealing Dog Beds: Haha, ja.

25 Horrifiying Toys that traumatize our children: Ich lachte sehr viel bei dieser Liste. Well. (Mein Favorit ist die kleine Hitlerpuppe.)

“Ich habe das Wort Lebensabschnittspartner gelernt.”: Interview mit David Sedaris, von dem ich grundsätzlich alle Bücher empfehle.

“The Grand Budapest Hotel”: Der Trailer zu Wes Andersons neuem Film.

Die Emanzipation der Unbefugten: Katz & Goldt forever.

Creative Bento Food Art
: Mit Essen spielt man nicht? Nee, das ist eher Kunst.

Sister, Sister: Eine Hommage in Bildern an Schwestern. Schön.

Copenhagen Photo Diary: Wunderschöne Bilder von Kopenhagen.

Under Pressure A Capella: So klingen David Bowie und Freddie Mercury ohne Musik. Wow.

Impossible Insta Lab: Eine Art Polaroid Drucker verwandelt digitale Bilder in echte Bilder, indem man das Telefon einfach drauflegt. Ist noch etwas unhandlich, aber irgendwie gut.

Part of the untold iPhone story: Bei der Keynote, auf der Steve Jobs zum ersten Mal das iPhone vorstellte, gab es einen Golden Path, der bei der Demo dafür sorgte, dass das Gerät nicht abstürzte. Beim Anschauen gemerkt, wie selbstverständlich all diese Funktionen heute sind, die damals als technische Revolution verkauft wurden – und das Ganze ist jetzt sechs Jahre her. Verrückt, wie schnell sich alles ändert.

Affordable Art for your walls: Eine Zusammenstellung ziemlich guter Kunst, die man bei Etsy bekommen kann.

Der Mann am Rande der Straße:  Eine Geschichte aus dem Bestatterweblog, die lange in mir nachhallte.

Bicycle Treehouse Elevator: Tolle Idee.

Tell me what I was thinking: Schöner Tumblr der Fotografin Pamela Russmann. Die einzelnen Bilder hängen nicht zusammen, aber jedes einzelne ist sehr stark.

Spirit Island: Und immer wieder verliebe ich mich in Kanada. (Das Wasser! So türkis.)


Touching Strangers: Siehe Film oben – Richard Renaldi fotografiert Fremde auf der Straße in großer Nähe – erstaunliches Ergebnis.

Vierzehn Euro Achtundfünfzig: Ein guter Anlass, um nochmal über Altersarmut – besonders bei Frauen – nachzudenken.

Ein Strohwitwer der Frauengewalt: ich liebe Katz & Goldt, immer wieder.

BlaBlaMeter: Hier kann man die Bullshitquote der eigenen Texte kontrollieren. Vielleicht mal alle Wahlprogramme durchlaufen lassen?

Schmerzgemeinde: Ein lesenswerter Text von Mina über die aktuellen Probleme der “Netzgemeinde” und mögliche Lösungen.

Hysterical Literature: Frauen lesen aus Büchern vor und haben währenddessen einen echten Orgasmus; ein gutes Gegenstück zu Hochglanzproduktionen.

T-Rex Trying: genau wie der Titel sagt, der T-Rex versucht verschiedene Dinge. Schön.