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Vorsätze sind ja jedes Jahr wieder Schall und Rauch, deswegen ein Wunschzettel, an mich, von mir. Kein Weihnachtsmann und auch kein anderer kann diese Wunschzetteldinge verschenken, aber das Aufschreiben hilft immer wieder. 2013 wird laut Jahreshoroskop für mich ein “Jahr der Klärung und Beruhigung” (Hippie-Shit! Und trotzdem stimmt es ja jedes Mal wieder irgendwie.) Die Wünsche gab’s schon vorher, aber sie passen trotzdem sehr gut dazu.

1) Reduzieren
Beim Umzug wieder gemerkt: in meinem Leben gibt es zu viele Dinge und im weitesten Sinne gilt das auch für alles andere; ein Zuviel an lockeren Bekanntschaften und “Wir müssten mal!”-Aussagen. In der Vorweihnachtszeit auch gemerkt, wie wenig mich Konsum interessiert, ich hatte keinen einzigen materiellen Weihnachtswunsch. Die meiste Zeit wollte ich weniger, weniger Bullshit und weniger Dinge, die mich beschweren, und obwohl ich weiß, dass Dinge nicht wirklich beschweren können, wird es trotzdem Zeit, im neuen Jahr vieles noch radikaler loszulassen. Verschenken, wegwerfen, aus dem Telefonbuch streichen. Whatever works.

2) Fokussieren
Am liebsten will ich alles auf einmal, und zwar sofort. 2012 habe ich mehr als einmal gemerkt, dass das so nicht geht, dass es zwar gut ist, viel zu wollen und große Ziele und Pläne zu haben, aber dass es wichtig ist, alles zu priorisieren und dann Punkt 1 auf der Liste zu fokussieren, um sich nicht total zu verzetteln. Schritt für Schritt, eins nach dem anderen.

3) Mehr Schlaf
Im vergangenen Jahr war ich unfassbar müde. Körperlich und geistig, alles ermüdete mich zwischendurch und am Schluss so sehr. Obwohl ich grundsätzlich “genug” Schlaf bekam, schien das nicht zu reichen. Und da ich bei der Hungry/Angry/Lonely/Tired-Liste immer und immer wieder zu “Tired” komme, ist mehr Schlaf der wichtigste Punkt auf dem Wunschzettel; mehr Schlaf und wahrscheinlich auch früher ins Bett und wieder früher aufstehen. Oder doch wieder Nickerchen? Whatever works, again.

4) Mehr Geduld
Geduld und ich, wir sind keine Freunde. Und während Ungeduld mich jederzeit wunderbar vorantreibt, ist es zwischendurch immer enorm mühsam und unruhig, innendrin. Geduld fängt schon da an, konsequent nach Rezept zu kochen (was ich trotz zahlreicher Kochbücher nie tue – ich schaue die Bilder an, lese alles durch und koche dann etwas anderes) oder endlich konsequenter zu üben, zum Beispiel Notenlesen. Geduld für die Dinge im Leben, in denen sich kurzfristig mit einem Energiefeuerwerk nichts bewirken lässt, und nur Geduld zeigt, ob sich Dranbleiben lohnt (oder eben auch nicht; dann ist es irgendwann auch wieder gut und man kann wieder loslassen.)

5) Mehr Kultur und so
Noch mehr lesen. Noch mehr schreiben, am besten jeden Tag. Öfter ins Theater – ich liebte das Theater früher und war recht häufig da, das gleiche gilt für Museen – und seit einiger Zeit habe ich es einfach vergessen, es kam in meinem Alltag nicht mehr vor, ich war zu beschäftigt. Ich erinnere mich nicht mal an meinen letzten Theaterbesuch, und das ist enorm schade. Ja, moderne Inszenierungen sind manchmal hart an der Grenze, aber trotzdem: Bitte weniger Drama im Allgemeinen und mehr Theater im Speziellen.