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Dass das tagfüllende Schreiben von Sachbüchern im Winter sich noch einmal ganz ähnlich bretthart anfühlen könnte wie das tagfüllende Schreiben der Magisterarbeit damals, hätte ich nicht gedacht. Die Dunkelheit ist eine andere, November ist nicht März, die Zeichenzahl von damals längst überschritten, die Ausrichtung eine andere. Trotzdem bleiben die Tage im Moment bretthart wie zu oft gewaschene Handtücher, die noch nie im Trockner waren und sich beim Zusammenfalten anfühlen, als könnten sie jederzeit brechen.
Manchmal hilft der Glaube daran, fertig zu werden; weil man immer fertig wird, irgendwie, und weil die Erfahrung zeigt, dass nach jedem verfickten dunklen Winter irgendwann im Frühling wieder die Sonne scheint und die Vögel wie aus dem Nichts mit dem Zwitschern anfangen. Manchmal hilft der Glaube daran.