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Am Anfang habe ich die Ausstellungsgegenstände fotografiert. Bis ich irgendwann aus Versehen Leute auf den Bildern hatte. Dann habe ich nur noch Menschen fotografiert, die sich Kunst anschauen. Das ist gar nicht so einfach. Die einen fühlen sich beobachtet und schauen komisch rüber. Die anderen wollen aus Höflichkeit zur Seite gehen, damit man die Bilder frei fotografieren kann. Das wird noch ein richtig raumgreifendes Sonntagsprojekt. Heute featuring: Paare und Kunst (das sind alles Paare bis auf die Leute auf den ersten drei Bildern. Und bei der Kopfkratzenden – bin ich nicht sicher). Die Körpersprache sagt alles. Nah zusammenstehen, total verliebt sein. Oder er fünf Meter vor ihr, und sie trottet wie ein alter Dackel hinter ihm her. Die Art und Weise, wie sie beide die Sonnenbrille im Haar tragen. Oder im Partnerlook die gleichen grauen Kapuzenpullis. Er erklärt ihr das Bild. Und sie kratzt sich am Kopf. Sie redet auf ihn ein. Und er schaut weg. Warum sind sie hier? Und was bedeutet dieses Bild vor ihnen wirklich? Zwei Minuten später vergessen, oder bleibt ein Eindruck?

Comments

8 Comments

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  1. hunzecker #
    October 3, 2008

    wanderfull! ein scheniestreich.

  2. March 22, 2009

    Ich mag das letzte Bild. So gleich und mit den Gedanken ganz wo anders.

  3. March 22, 2009

    mir gefällt bild 9 von oben am besten. mit abstand. wegen der farben auch auch nur, weil alles so passt. müsste ich das bild nach paaren oder spannung beurteilen, würde ich bild 10 nehmen.

    is übrigens ganz komisch, bei den angaben seine website noch anzugeben, obwohl sie tot its.. :(

  4. September 9, 2009

    very nice discrete art.

  5. December 5, 2009

    finde die foto echt großartig! lass uns da wirklich was draus machen!!

    @text: Scratching at the surface now.
    weil dort keine kommentarfunktion ist, schreib ich dir hier, dass der text toll ist!!

    liebe grüße
    markus

  6. Kaitlyn #
    November 20, 2010

    Very Nice ;)
    Ich finde es interessant Menschen zu fotografieren ohne das sie iwie gestellt sind.
    Good Job ^^
    lg

  7. h.r #
    November 20, 2010

    keep going,
    it’s so beautiful and warm-hearted….

  8. Johannes Asmus #
    January 2, 2011

    Hi,

    Obwohl ich schon auf sehr vielen Blogs zu Gast war – das ist meine erste Reaktion auf etwas, das ich dort gesehen habe, weil, because I belong to “people interested in art” too. Mir ist aufgefallen, dass Du nicht unbedingt “Kunstinteressierte” portraitiert hast, nicht mal als Rückenansicht. Du berichtest eigentlich mehr über Beziehungen. Ein paar finde ich besonders gelungen: die beiden jungen Frauen im Gegenüber mit Alexander Kanoldt z.B.. Nun ist mir innerhalb der Neuen Sachlichkeit der Maler Kanoldt nicht soo vertraut (ich mag ihn im Vergleich zu seinen Kollegen nicht so wahnsinnig). Das ist als Foto so gelungen – bis zum leeren Platz rechts! Die linke Frau hat so ein (übertreibe ich?) mitfühlendes Lächeln – sie sieht da weniger ein Kunstwerk sondern ein Gegenüber, einen anderen Menschen – durch Dein Nebeneinander scheint Alexander Kanoldts Modell herauszuschauen… man möchte ihr geradezu etwas umhängen. Das rechte Mädchen mit dem Kirschen-gemusterten Rock bringt durch dieses Detail eine ganz andere Lebensart ins Foto – Kanoldts Modell schaut jetzt (im Kontrast dazu) etwas neidisch oder wenigstens bedauernd heraus, weil bei ihr alles so karg und freudlos ist. Ist das der zeitliche Abstand oder das Älter-Werden (!?).
    Ein anderes, das mir auffiel: eine Museumsbesucherin sitzt einer Gruppe von Männern auf einem Bild Ferdinand Hodlers gegenüber – das sind auch eher leidgeprüfte Gesellen in Durchhalte-Positionen – den Hodler mag ich viel lieber…. seine Alpenbilder sind so ohne Gebirgskitsch und pure Natur (erstaunlich), aber diese symbolistischen Figuren… da schaue ich mir lieber seine Axt-schwingenden Typen an. Auch Deine Museumsbesucherin schaut eher in einen Katalog oder vor sich hin – vielleicht macht sie sich gerade kundig, wie die Männer in ihre Lage kamen. Deine Serie “you fit so well…” brachte mich auch zum Schmunzeln (Monet z.B.) oder die Frau vor dem Karl Hubbuch (die energischen Mädels mit den durchgedrückten Knien).
    Da ich mich ziemlich viel in Museen aufhalte, werde ich jetzt ab und zu hinter mich schauen! Vor einigen Jahren hatte ich die Angewohnheit, eine kleine Videokamera als Notizbuch/Skizzenbuch zu verwenden – machte zT auch recht lange Standbilder von Gemälden (z.B. Beckmann in der Pinakothek in München) – oft liefen mir Leute ins Bild ohne sich dessen bewußt zu sein – erst hinterher gab mir das eine Idee von der “Verweildauer” von “Kunstinteressierten” vor einem Bild – das waren häufig so um die 8 Sekunden. Da hattest Du wohl ausdauerndere Besucher im Blick.

    Also, mit Deiner Bilderreihe konnte ich viel anfangen, hat Spaß gemacht, werde ich wieder aufsuchen. Frage mich oft, was Leute aus dem Museum mitnehmen – was sie haben von dem Besuch, denn viele Bilder sind nicht so ohne weiteres zugänglich (siehe Hodler). Offenbar hast Du selbst Vergnügen daran. Mein eigener Blog ist gegenwärtig noch in Arbeit … Deine Site sieht schon sehr professionell aus – herzlichen Glückwunsch ! = Johannes in Hamburg

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