Info

1) Etwas anderes machen

Das ist immer eine gute Sache: Etwas anderes machen. Noch besser ist eigentlich, dass man dafür etwas anderes nicht mehr macht. Im Wesentlichen geht es darum, nicht immer das Gleiche zu machen, außer, man findet das ewig Gleiche schön, aber dann müsste man auch nicht nach etwas anderem googlen. Zur Einführung empfehle ich beim Andersmachen ganz wilkürlich: Nachts heimlich Blumen pflanzen, selbst Pfirsich-Basilikum-Limonade machen, im Pony Creator ein eigenes Pony customizen, ein fremdes Paar im Park mit einem Instant Date überraschen und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Tafelbeschriftungen in Pornofilmen.

2) Ich würde ein Name erst dann tattoowieren lassen, wenn ich diesen Person verliere

Namen tätowieren lassen ist ja jetzt wieder groß in Mode – und es ist eine Übersymbolisierung von Gefühlen, ähnlich wie das Anbringen von gravierten Schlössern an Brücken. Eine Tätowierung ist im Gegensatz zum Brückenschloss aber etwas, das im besten Fall nie wieder weg geht, und da sollte man sich dann doch schon sehr sicher sein. Vielleicht reicht als Erinnerung auch ein Foto auf dem Nachttisch und zum Üben gibt’s erstmal ein Temporary Tattoo von Tattlywho says forever is better?

3) Mehrere Pullover übereinander gezogen

In meiner Kindheit hieß das “Zwiebellook” und fühlte sich ein bißchen wie eine Wurstpelle an, heute nennt die Modebranche das “Layer Look” und es fühlt sich immer noch wie eine Wurstpelle an. Ist aber praktisch, da man die  Wärme nach Bedarf regulieren kann. Immer wichtig: Beim Kauf einer Winterjacke darauf achten, dass man auch die gewünschte Anzahl von Pullovern drunter bekommt.

4) Was bedeutet Liebe?

Keine leichte Frage. Die Wikipedia sagt dazu: Liebe (von mittelhochdeutsch liebe, „Gutes, Angenehmes, Wertes“) ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen zu empfinden in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht. Inhaltlich ist das genauso nüchtern wie korrekt, genau wie Wikipedia selbst. Ich glaube, dass es unmöglich ist, pauschale Aussagen über die Liebe zu treffen – weil es viele unterschiedliche Formen von Liebe gibt und sich jede einzelne Liebe anders anfühlt. Ein Mensch kann mehrfach lieben, den Partner (oder die Partner: Polyamorie), seine Kinder, Freunde, Geschwister oder auch den Hund – und jede dieser Lieben wird sich ganz anders anfühlen. Liebe ist also etwas ganz Subjektives, das sich von außen nicht wissenschaftlich analysieren lässt – aber, keine Angst, man merkt irgendwann, dass sie da ist. (Falls es bei der Recherche um ein Schulreferat oder dergleichen ging, empfehle ich das fast schon philosophische Gedicht “Was es ist” von Erich Fried, damit kriegt man sicher immer eine anständige Note.)

5) Hat Hitler sich bleigisen lassen wegen Energie

Darüber denke ich jetzt eine Weile nach und ich muss gestehen: ich weiß es nicht. Bleigießen ist ja mehr so ein Partyspaß an Silvester – und mir Hitler bei Raclette und Bleigießen vorzustellen, ist zwar unterhaltsam, aber nicht sehr zielführend. (“Orrr! Das sieht aus wie ein Gewehrrrr!”) Mit Energie hat das ja auch nicht viel zu tun, aber vielleicht ist das doch eher eine Frage, die der Hitler-Experte beantworten kann.

6) Schwimmflügel bei Arbeit

Das hängt jetzt natürlich von der Branche ab – im Kindergarten kommt das besser an als zum Beispiel in der Aufsichtsratsitzung eines DAX-Konzerns. Als Bademeister verliert man damit jegliche Street Credibility, als verrückter Werber setzt man damit schon wieder ein Statement. Grundsätzlich signalisieren Schwimmflügel bei der Arbeit, dass einem das Wasser bis zum Hals steht – aber vielleicht ist das ja Sinn und Zweck der Sache. Als Wink mit dem Zaunpfahl reicht vielleicht auch eine kleine Badeente auf dem Schreibtisch.

[Was es mit der Beantwortung von unerfolgreichen Googlesuchanfragen auf sich hat, findet man in Teil 1.]