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na_toll

“Machen Sie mal was jugendlich-frisches, so dass die Zielgruppe sich angesprochen fühlt.” So oder so ähnlich muss das Agenturbriefing für diese Postkartenkampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gelautet haben. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, das trifft hier auch mal wieder des Pudels Kernproblem. Weil das Budget recht knapp war, wurde das Faschingsequipment der einen Sekretärin verwendet, die Luftschlangen waren noch aus dem letzten Jahr übrig, und die Azubine und die Grafikpraktikanten wurden gezwungen, sich in dieser erniedrigen Konstellation ablichten zu lassen. Eigentlich wäre das ja die Mühe wert gewesen, Alkoholismus unter Jugendlichen ist wirklich ein ernstzunehmendes Thema – aber diese Karten führen zu einem schallenden Lacher, und wenn es gut geht, benutzt man sie später noch als Bierdeckel, damit der Esstisch keine Bierflaschenränder abkriegt und die Mutti nicht schimpft später. “Merke: Zu viel Alkohol bedeutet nix los in der Hose.” Auf diesen Schocker bräucht ich jetzt erstmal nen Doppelten.