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Posts from the Streetstyle Category

yinka

Vor dem Astronauten liegen sie, die guten Dinge. Der Stapel ungelesener Bücher und ungehörter CDs wächst unaufhörlich, und im Sommer, wenn die Hände des Astronauten erreicht sind, liege ich dann hoffentlich einen Monat lang auf einer Decke im Park und lese ununterbrochen. Vielleicht schaue ich dann auch endlich mal diese Kottan-DVD-Staffel, die ich vor einem Jahr geschenkt bekam und noch nicht mal aufgemacht habe… Irgendwie sagt zwar das Bauchgefühl, dass es nicht so sein wird, sondern alles ganz anders kommt. Aber irgendwie macht die Vorstellung das Zwischenzeitliche besser. Und den Stapel anzuhäufen mit neuen Büchern ist grandios, als würde man sich selbst Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen, die man noch nicht öffnen darf.

Ansonsten ist das nächste Turnschuhmädchen online. Die war enorm lustig, wir sind dann noch eine Weile zusammen durch die Stadt gelaufen und haben Schuhe angeschaut. Ich finde ja, dass die Schuhe, die sie trägt, in so einer kleinen Größe zum Niederknien schön sind.

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Meine lieben Damen und Herren, liebe Agenten und Astronauten,

Endlich ist es soweit – mein neues Baby wird getauft, und zwar auf den Namen Sneakergirls. Zusammen mit Liz führe ich nun einen Streetstyle-Blog, in dem es nur um Turnschuhmädchen geht. Nachdem wir in unserer Kontroverse über Modeblogs und Modeblogmode zu dem Schluss kamen, dass uns etwas fehlt – wollen wir das nun einfach selbst erledigen. Und da wir selbst überzeugte Sneakergirls sind und unser Herz an Turnschuhen hängt, wollen wir andere Damen zeigen, bei denen das auch der Fall ist. Auf jeden Fall hoffen wir, damit die bestehende Streetstyle-Welt ein bißchen zu erweitern & zu erheitern. Please say Hello & Hi to the Turnschuhmädchen.

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Nach einem Gespräch und einem Blogbeitrag von Lisa über das Phänomen Modeblogs und Modeblogmode möchte ich an dieser Stelle eine Lanze brechen für Jeans und T-Shirts. Und ja, ich meine nicht Tops, sondern das gute alte Rundhals-Shirt. Mädchen in Modeblogs tragen keine Rundhalsshirts, im Leben nicht. Sie tragen oft irgendwelche sackartigen Oberteile zu Röhrenjeans oder Leggings. Meistens denke ich: huch, da fehlt doch noch ein Rock drüber, man kann doch nicht nur mit Strumpfhose auf die Straße. Ich besitze auch etwas Ähnliches wie eine Leggings, ich nenne es Ski-Unterhose und trage es bei Außentemperaturen von minus zehn Grad unter Jeans. Das mit dem Geschmack kann jeder halten wie er will, und tatsächlich finde ich Modeblogmode höchst interessant, auch wenn ich selbst nicht so auf die Straße gehen würde. Meine eigenen modischen Wurzeln liegen viele Jahre zurück und haben mit Skaten und Hip Hop zu tun. Ich hing mit Leuten rum, die ihre Schuhe mit Socken ausstopften, damit sie dicker aussahen (wirklich!), Inline-Skater und Karotten-Hosen waren das Uncoolste, was wir uns vorstellen konnten. Viele Dinge von damals haben sich in meinem Bewusstsein gehalten, aus Baggy Pants wurden „normal weite“ Hosen, die riesigen Skater-Schuhe wurden gegen schlankere Turnschuhe ausgetauscht. Mein Kleiderschrank beherbergt durchaus auch Kleider und Röcke und hohe Schuhe, in denen ich mich aber meist verkleidet fühle. Mein Lieblings-Shirt ist der Astronaut mit Ghettoblaster, danach kommt das graue Shirt mit den Feuerwehr-Männern. Dem Phänomen Röhrenhose kann ich bisher auch an den meisten sehr dünnen Frauen und Männern nichts abgewinnen, irgendwie erinnert mich diese Mode an einen Heroin-Junkie-Chic oder an eine hungrige Armee. Diese leptosomen Körper sehen aus wie zu groß gewachsene Kinder, die Jungs ohne nennenswerte Muskeln, die Mädchen ohne Figur oder Kontur. Vielleicht ist das auch so eine ähnliche Geschichte wie mit den verlorenen Jungs bei Peter Pan – ein Statement dafür, nicht zu Männern und Frauen zu werden, sondern alternde Teenager zu bleiben.

Erstaunlicherweise wirkt es durch die Allgegenwärtigkeit dieser Modeblogmode so, als würden alle jungen Menschen so aussehen – aber an einem ganz normalen Nachmittag in einer Fußgängerzone trägt vielleicht einer unter zehn Leuten ein solches Outfit. Charmant ist höchstens die Art und Weise, wie sich Modeblogger selbst fotografieren – und was das über sie aussagt. Wenn ich ein Modeblogger wäre, müsste ich mich wohl ständig für meinen Gesichtsausdruck und meine Puschelfrisur auf diesen Bildern entschuldigen. Was dringend fehlt, ist aber wirklich ein andere Streetstyle-Blogkultur – Outfits, die nicht aussehen, als wären sie direkt von einem Laufsteg gefallen, sondern von echten Menschen an einem ganz normalen Tag getragen und fotografiert.

Für alle, die nicht wissen, worum es geht, hier eine lose Auswahl von Mode- und Streetstyle-Blogs (ohne jegliche Wertung & in alphabetischer Reinfolge):

Bees and Ballons, Bohemian Musings, Facehunter, Fashion Toast, Glamcanyon, Laelitah, La Lila, Lea loves, Les Mads, The Sartorialist [noch mehr Auswahl findet sich in der ausführlichen Blogroll von Les Mads]

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Zwei T-Shirts, zwei Pullover, zwei Hosen übereinander, zwei Paar Socken, ein Schal und eine Brille gegen Augenfrost – trotz aufgedrehter Heizung und einem Lagenlook frei nach dem Michelinmännchen friere ich noch. Meine Wohnung ist wohl ein Iglu. Werde morgen früh konvertieren und ab dann freiwillig eine Burka tragen, finde das auch angesichts der Kälte aus emanzipations-technischer Hinsicht einwandfrei.

Pünktlich zum Sonntagabend ein paar netzliche Hinweise auf Eye Candy & Co.:

Ahoi Polloi – ich liebe die täglichen Illustrationen. Wirklich, wirklich grandios.

Stylespion – ab Anfang Dezember wird hier Vollzeit über Design, Musik und Schnickschnack gebloggt. Das wird noch toller.

Streetstyl.es – hier werden die Fotos von allen Fashionblogs zusammengefasst. Bringt alles auf einen Blick und spart langes Suchen.

Lookbook.nu – die globale Streetstyle-Community. Die Seite hat ein automatisches Update, so dass man zwar runterscrollt, aber nie zu einem Ende kommt. Das ist die DIY-Alternative zu Facehunter und Co.

Der Ohrwurm des Tages: Das Bo – Dumm aber schlau. Ich steh auf seine Verkleidungen.