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yinka

Vor dem Astronauten liegen sie, die guten Dinge. Der Stapel ungelesener Bücher und ungehörter CDs wächst unaufhörlich, und im Sommer, wenn die Hände des Astronauten erreicht sind, liege ich dann hoffentlich einen Monat lang auf einer Decke im Park und lese ununterbrochen. Vielleicht schaue ich dann auch endlich mal diese Kottan-DVD-Staffel, die ich vor einem Jahr geschenkt bekam und noch nicht mal aufgemacht habe… Irgendwie sagt zwar das Bauchgefühl, dass es nicht so sein wird, sondern alles ganz anders kommt. Aber irgendwie macht die Vorstellung das Zwischenzeitliche besser. Und den Stapel anzuhäufen mit neuen Büchern ist grandios, als würde man sich selbst Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen, die man noch nicht öffnen darf.

Ansonsten ist das nächste Turnschuhmädchen online. Die war enorm lustig, wir sind dann noch eine Weile zusammen durch die Stadt gelaufen und haben Schuhe angeschaut. Ich finde ja, dass die Schuhe, die sie trägt, in so einer kleinen Größe zum Niederknien schön sind.

Vor den Feiertagen entsteht diese seltsame retrospektive Stimmung, in der man melancholisch auf das Jahr zurückblickt. Selbst wenn man das nicht vorhatte. Man verabschiedet sich von manchen Leuten und sagt: Wir sehen uns dann im neuen Jahr. Das hört sich an, als läge da eine kleine Zeitreise dazwischen. Andere Menschen sagen: Wir treffen uns zwischen den Jahren. Als ob es da ein Zeitvakuum gäbe, das weder zum einen, noch zum anderen Jahr gehörte. Diese Jahresendzeit ist überschattet mit Vorsätzen und Sorgen, selbst wenn man sich da irgendwie davon distanziert, hört es erst auf, wenn das Gefühl mit Sekt und Raketen weggeschossen wurde.

Nach vorne blickend (und passend zum Modethema der letzten Wochen) fragt der Spiegel: Was trägt das Schnitzel 2009? (hier wird das grandiose Wort Fleischmantel ins Spiel gebracht). Vielleicht aber auch goldene Schuhe? Oder ist das mit den Flügeln zu viel des Guten?