Am liebsten mag ich diesen kleinen Akward Moment am Schluss. Aber natürlich auch alles davor.
Posts from the Musik Category
Choose another category?
- Alltag
- Arbeit
- Bar
- Berlin
- Blogs
- Bücher
- Café
- Club
- Coming Home Compilation
- Empfehlung
- Essen
- Fernsehen
- Filme
- Fotos
- Frauen
- Geschenke
- Happy Google
- How to look like your book cover
- I love the internet
- Konzert
- Kunst
- Leben
- Leseempfehlung
- Liebe
- Männer
- Menschen
- Mode
- München
- Musik
- Netzwelt
- Neueröffnung
- Politik
- Post
- Reloaded
- Schuhe
- Serien
- Sommer
- Spam
- Spielzeug
- Streetstyle
- Tattoos
- The People Interested In Art
- Theater
- Uncategorized
- Weggehen
- Weihnachten
- Werbung
- Wohnen
Thoughts remain. Feelings unspoken.
An unmade bed. A high treshold for pain.The things you said, a pillowcase lipstick stain. Now’s the time to put on your face, Dear.
Eine perfekte Konzertband: eigentlich sind Abende wie der gestrige der Grund, warum man überhaupt Musik hören sollte. (In Echt können die das auch schneller spielen. Ansonsten: immernoch nur Musikblogging, weil der Rest sich noch in der Aufgleisungsphase befindet und noch nicht weit genug ist, um Insights zu sharen.)
Wenn Bands miteinander verwandt wären, dann wäre Jupiter Jones der kleine Bruder von Element of Crime. Deutsche Texte, das kann ja ziemlich schwierig sein, aber je nach Tagesverfassung auch recht super. Ich mag den jungen Mann mit der kratzigen Stimme. Die Straße ist nicht immer eben, grad deswegen: Auf das Leben!
The winter from her leaving.
Es gibt eine gute und eine sehr gute Nachricht: William Fitzsimmons bringt bald ein neues Album raus, und die ersten veröffentlichten Songs sind genauso toll wie immer. Manchmal habe ich Angst, dass er eines Tages aufhören könnte, so sentimental zu sein und Musik zu machen. Bis dahin bleibt es irgendwas zwischen “Hach!” und “Hurra!”
Man muss da ein bißchen unvorbereitet reinstolpern, in die Bands und Musiker, die von Anfang an einen Unterschied machen. Du kannst dich darauf nicht vorbereiten, außer jetzt, für ein paar Sekunden, bevor du auf Play drückst. Es wird ein bißchen so sein, wie damals, als du das erste Mal “Skinny Love” von Bon Iver gehört hast und es sich anfühlte, als würde dein Herz mit einer Harpune aufgespießt. Nathaniel Rateliff wird einen Unterschied machen, für uns. (Und du wirst bei Myspace immer wieder auf Repeat klicken und später das Album kaufen wollen, um seine Stimme ordentlich abgemischt hören zu können, immer und immer wieder.)
Your wish is my command.
Etwa 2.000 Aquarelle in einem Video animiert. Nicht ganz neu, aber der absolute Oberhammer. Ich möchte das als Daumenkino für die Hosentasche haben. Unbedingt.
I don’t have to leave anymore.
(ffffound)
Weil man ausnahmsweise doch mal gut finden kann, was alle gut finden. Weil die Vorfreude noch nicht ausverkauft ist. Und weil Ankommen und Bleiben lange nicht mehr so wunderschön klang.
The biggest fan ever.

Der Blick hinter die Kulissen wird länger angekündigt, als er eigentlich ist. Dann sitzen wir gute zwei Stunden im Soundcheck, eine Mischung aus tatsächlichem Soundcheck und Probe. Sie diskutieren ab und zu, und eigentlich ist das charmant. Dann geht es schnell hoch, Meeten und vor allem Greeten. Es gibt einen kurzen Smalltalk, der vor allem eins ist: professionell. Das macht er öfter, natürlich, dann bekommt jeder noch ein Shirt signiert, die hier für uns ausliegen, schnell zum Foto antreten, dann würde er nämlich gerne was essen. Dass er das so offen sagt, macht ihn sympathisch.
Dass unsere Tickets in der ersten Reihe sind, wussten wir nicht. Draußen dann die Frage, was ich mit meinem übrigen Ticket machen soll. Verkaufen, sagt jemand. Hab ich noch nie, und es kommt mir komisch vor. Es steht kein Preis drauf, ich frage eine andere Ticketverkäuferin, was ihres gekostet hatte – 60 Euro, irgendwo weiter hinten. Sie fragt einen Mann, ob er ein Ticket braucht – und dieser stellt sich als der größte Fan aller Zeiten raus. Extra aus der Schweiz angereist, seit 25 Jahren Fan und auf 36 Konzerten gewesen. Ich schenke ihm meinen zweiten Wichtig-Pass, er küsst mich links und rechts vor Freude. Irgendjemand meint, gib ihm doch das Ticket. Und ich tue es. Ich hab es ja auch gewonnen. Er platzt fast vor Aufregung. Dann zeigt er uns sein Tattoo mit dem Gesicht seines Idols.

Dass ich ihm das Ticket direkt neben mir geschenkt habe, wird mir im Laufe des Abends einen unendlich hochroten Kopf bescheren – Fremdschämen hoch zehn. Die Atmosphäre in der Philharmonie ist recht gediegen – und er fällt auf, mit seinem lauten Rufen und seinem Hochspringen und Headbangen. Dass man das zu dieser Musik überhaupt kann, ist mir neu. Zwischenzeitlich reißt er sich das Fanshirt vom Leib, darunter ein Netzhemd, und schwenkt das Tshirt über dem Kopf wie ein Lasso. Wenn es hier einen richtigen Konzertgraben gäbe, würde ich darin versinken. Wir anderen werfen uns diese besonderen Blicke zu, und auch die Musiker werfen uns diese Blicke zu. Halb amüsiert, halb besorgt. Peter begrüßt ihn persönlich, und holt ihn sogar auf die Bühne. Als der größte Fan ihn dann zum zweiten Mal umarmt, sagt er dann „Wenn Sie jetzt bitte wieder Platz nehmen würden.“ Ich werde dunkelrot.
Und trotzdem, entgegen aller Erwartungen, ist es ein Wahnsinnskonzert. Insgesamt stehen noch zehn andere Musiker auf der Bühne, einer grandioser als der andere – und teilweise singen sie ihre eigenen Lieder. Richtig gute Lieder. Ich sitze direkt vor Gitarrengott Carl Carlton. Nachmittags ist mir sein Name nicht eingefallen. Frage die anderen, wie denn der „Vater von Max Buskohl“ heißt. „Wie wäre es denn mit – Herr Buskohl?“ Theoretisch heißt er sogar so. Später sitze ich dann also direkt vor ihm, einen Meter entfernt, und wegen des lustigen Fans links von mir starre ich ununterbrochen geradeaus. Das ist der Grund, warum man ein Gitarrenmädchen geworden ist: wegen den Gitarristen. In einer Band interessiert man sich grundsätzlich ja nicht für den Keyboardmenschen, oder den Saxophonisten, und meist ist auch der Sänger semi-interessant. Aber der Gitarrist, das ist der Frauenversteher unter den Musikern, der heimliche Star auf der Bühne.
Und wie er spielt – als hätte er das Gitarrespielen erfunden, und ich bin unerklärlich aufgeregt. Von amtlicher Seite ist er uralt, aber gleichzeitig ist er der coolste Hund hier. Manchmal springt er auf einem Bein herum, AC/DC-mäßig durch die Philharmonie. Er schaut mich gelegentlich an – wegen dem Verrückten neben mir, und auch weil ich direkt vor ihm sitze und ihn dezent anstarre wie die Schlange das Kaninchen. Die besten Momente des Abends sind die, in denen ein tendenziell rockiges Lied gespielt wird, und sich zweieinhalbtausend Menschen erheben, um zu grooven – und, wie das die älteren Menschen machen, rythmisch zu klatschen. Ich finde nichts schlimmer als Mitklatschen – aber nun sind wir hier, erste Reihe, und das bedeutet: volle Performance. Wir müssen quasi, der Gruppenzwang der großen Masse, und die Hände irgendwie zur Musik wundklatschen, das hat man nun davon.
Beim Rausgehen bedankt sich der größte Fan der Welt überschwänglich – das war einer der großartigsten Konzertabende seines Lebens, und alle verschämten Momente meinerseits sind sofort verziehen. Manchmal hat man so Anwandlungen, in denen man darüber urteilen will, was „man machen sollte“ und was nicht – aber solange einem niemand so wichtig ist, dass man sich sein Gesicht auf den Körper tättowieren lässt, hat man keine Ahnung, was es bedeutet, Fan zu sein. Vielleicht sollte man sich einfach mal locker machen und das eine oder andere Tshirt über dem Kopf schwenken wie ein Lasso. Beim nächsten Konzert dann.
It’s all about the beat and the lyrics.

Bei Madame Lila und Fräulein Sarah werden alte Hip Hop Kamellen rausgeholt. Für einen Moment bin ich nostalgisch geworden. Unter uns gesagt: früher fand ich vor allem Breakdance ganz großartig, und da gab es so ein paar Jungs in meiner Schule, die konnten das – wie wir damals fanden – richtig toll. Im Schullandheim gab es dann Kinderdisco, und um die beiden bildete sich ein Kreis, in dem sie ihre Headspins und anderen coolen Moves machten. Das hätte ich auch gerne gekonnt, genauso wie Skateboarden wie Tony Hawk. Leider ist aus mir nie ein Flygirl geworden. Die beiden Oldschool-Lieder, die mir als erstes und vielleicht auch wichtigstes einfallen: Jurassic 5 – Concrete Schoolyard und natürlich wie bei Sarah Grandmaster Flash & The Furious Five – The Message. Achja, Grandmaster trägt seine Jeans in den Stiefeln wie heutzutage diese ganzen Pferdemädchenverschnitte.
[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=k3kRuJhIVIo]
