Ich hätte gerne ein bißchen mehr Zeit gehabt, um mich angemessen zu verabschieden. Um alle wichtigen Orte noch einmal zu besuchen. Um noch einmal durch meine Museen zu gehen und nochmal auf meinen Parkbänken zu sitzen. Um in meinem Lieblingsclub noch eine Nacht durchzutanzen und unzählige Mangoschorlen in den schönsten Cafés zu trinken. Manchmal muss das alles etwas schneller gehen, vielleicht bleibt dann weniger Zeit für Taschentuchmomente. Und doch riecht hier jeder Winkel nach Zuhause. Hier gehöre ich hin, wie man überhaupt nur irgendwo hin gehören kann.
Trotzdem kann man nicht für immer bleiben, manchmal muss man eine Weile weg gehen, um eines Tages wiederkommen zu können. Das ist dieser Moment, wann, wenn nicht jetzt. Woanders hin, wo ich meine Gespenster nicht auf dem Fahrrad vorbeifahren sehe. Und trotzdem fühlt es sich an, als würde ich einen Teil von mir zurücklassen, diesen Teil, den man einfach nicht mitnehmen kann. Es brennt wie Desinfektionsmittel in einer offenen Wunde; diese Art von Schmerz, die einfach dazugehört und nach einer Weile nachlässt. Man weiß das, man kennt sich aus mit dieser Art von Schmerz. Und obwohl ich es am liebsten laut rausschreien würde, halte ich mich an die hier herrschenden Gepflogenheiten und sag’ zum Abschied leise Servus.

















































