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Amanda Palmers Videoantwort auf die Daily Mail ist der beste gesungene offene Brief aller Zeiten. Die Daily Mail hatte über das Verrutschen ihres BHs auf der Bühne berichtet – und Amanda Palmer singt ihnen die Meinung. (Hintergründe & der Text auf Amandas Blog.)


Und jedes Jahr wieder dieses Erstaunen darüber, wie sich Sommer anfühlt.
Die Faszination hält immerhin schon seit Wochen an und wird nicht weniger.


“Drawing for me is sort of a weird thing – everything in my world is 3-dimensional, everything.” Und dann malt Tommy Edison eine Katze, ein Auto und sich selbst. Tommy Edison – auch bekannt als Blind Film Critic, beantwortet auf seinem YouTube Channel The Tommy Edison Experience einige Fragen zum Thema Blindheit:  Wie er träumt, wie er alleine kochen kann, und woran er Menschen erkennen kann, wenn er sie trifft.
Besonders gerne mag ich seine wahnsinnig gute Grundlaune und seinen Instagram-Stream: Er fotografiert einfach drauf los.


Die Evolution der guten Laune: wie eine Welle, die sich nicht aufhalten lässt.


“Bald werde ich 100!” sagt die alte Dame, während ich ihren Rollator die Stufen hinauftrage; in dieser Station gibt es weder einen Aufzug noch eine Rolltreppe. “Bald werde ich 100!”, sie sagt das mehrmals so, als könne sie es selbst kaum fassen. Als würde sie diese Nachricht total überraschen und dann auch sehr freuen. Was denn ihr Geheimnis sei, frage ich. Sie tappelt wie ein zierlicher Vogel neben mir her, während sie das Wägelchen schiebt. Ihre Tochter habe sie das auch immer gefragt, aber eigentlich gebe es da kein Geheimnis. Sie strahlt und lacht die ganze Zeit, vielleicht ist das ja auch schon alles. Beim Anheben des Rollators bin ich wieder einmal überrascht, wie leicht diese Geräte eigentlich sind; während die meisten Menschen sie schieben, sehen sie immer so schwer aus, aber es würde ja gar keinen Sinn machen, wenn sie es wirklich wären. “Bald werde ich 100!” ruft sie zum Abschied noch einmal; ich winke lange und wünsche alles Gute.

“Sind die Blumen vor dem Laden alle nur für draußen?”, frage ich. Ja, sagt sie. Da hätte ich dann auch nicht lange Freude dran, also drinnen. Mit dem Blumentopf in der Hand stehe ich im Laden, drinnen ist die Auswahl sehr überschaubar, das ist halt jetzt auch nicht die Zeit für Zimmerpflanzen. Ich erkläre die Sache mit dem Blumentopf, der zu klein ist für die meisten Pflanzen, dann schauen die Töpfe da immer so komisch raus. Der Hibiskus könnte doch passen, sagt sie und setzt mir einen Hibiskus in den Topf. Er sieht irgendwie sehr grün aus.
“Macht der denn noch die Blätter auf?”, frage ich. “Sie meinen die Blüten, oder? Ja, die macht der irgendwann auf.” Gut, dann werden wir es zusammen versuchen, sage ich.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt ein Mann auf dem Boden, stabile Seitenlage, um ihn herum stehen ein paar Menschen, die auf ihn einreden und sich beratschlagen, was als Nächstes zu tun ist. Sein Bauch schaut aus dem Tshirt raus, ganz blass, aber niemand rückt ihm die Kleidung zurecht; das sagen die einem auch im Erste-Hilfe-Kurs nicht. Alles Mögliche wird gesagt, aber das nicht. Sie diskutieren noch eine Weile, dann richten sie ihn auf, sein Gesicht ist verquollen. Während ich vorbeigehe, macht er die Augen plötzlich weit auf, unsere Blicke treffen sich; er sieht so verloren aus. Vielleicht ist das der Schock, vielleicht auch nicht.