Gesehen
Die vierte Staffel Mad Men (vorher). Water for elephants. Die Flughäfen München, Istanbul, Singapur, Jakarta. Java im Dunkeln. Den leeren Strand von Batukaras an Wochentagen, der am Wochenende aus allen Nähten platzte. Indonesier, die morgens um halb sieben im Sand den Ententanz tanzten und die ganze Zeit laut lachten. Den Green Canyon und den Dschungel bei Pandangaran. Viele wilde Tiere (lustige Affen, die wie Opas aussehen, Stachelschweine, unzählige Geckos, und viele Tiere, deren deutscher Name mir beim besten Willen nicht einfällt.) Das Meer, immer wieder.
Gehört
Editors. William Fitzsimmons. Cat Stevens. Palpitation. BOY. Great Lake Swimmers. R.E.M. Broken Bells. Pardon Miss Arden. Scattered Trees. Arcade Fire. Florence & the Machine. Seichten indonesischen Pop. Mehrmals täglich den Muezzin, gerne schon ab halb fünf morgens. Grillenzirpen, Froschquaken, Taubengurren, Meeresrauschen, Klimaanlagensummen.
Gelesen
Chris Cleave – Little Bee. Jonathan Franzen – Freedom. Mariana Leky – Die Herrenausstatterin (definitiv der Favorit des Monats!). Jonathan Tropper – This is where I leave you. Jill Bolte Taylor – My stroke of insight. David Nicholls – The understudy. Edward Canfor-Dumas – The Buddha, Geoff and Me. Walter Moers – Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär. Alina Bronsky – Scherbenpark. Mikael Niemi – Erschiess die Apfelsine. Manuela Golz – Urlaub bei den Hottentotten (Eines der wenigen deutschen Bücher der Hotelbibliothek). Gary Shteyngart – Super sad true love story. Virgina Woolf – To the lighthouse. Und dann waren die Bücher zu Ende und noch etwas Reise übrig.
Gemacht
Viel Zeit in Flugzeugen, Bussen, Autos verbracht. Viel gelesen. Verloren gegangen. Die absonderlichsten Dinge gegessen – man kann wirklich alles probieren, auch wenn einem danach im Zweifel das Gesicht vor lauter Schärfe brennt wie von einer Fackel angezündet. Gestaunt, wie leer manche Ecken in der Nachsaison sind. Am Strand gelegen und dabei den Baustellenlärm irgendwie ignoriert. Einige erstaunliche Menschen kennengelernt. Durch tsunamiverwüstete, verlassene Ruinen gewandert. Zu wenig Fotos gemacht. Allein, zu zweit und zu dritt auf dem Mofa gefahren, durch die löchrigsten Schotterpistenstraßen, und wieder wie mit 16 gefühlt, als Rollerfahren und das Gefühl von Fahrtwind wirklich noch etwas mit Freiheit zu tun hatte. Unmengen Sonnencreme und Insektenschutzmittel verwendet, ohne dass das die Mücken besonders beeindruckt hätte. Fremd gewesen. Die perfekten Sonnenmangos gegessen, die noch nie einen Supermarkt von innen gesehen hatten. Einen neuen, großen Reiseplan gefasst.
Gelernt
Ohne Handy zu verreisen ist irgendwas zwischen grob fahrlässig und ziemlich bescheuert – weil immer diese eine Situation kommt, in der es dringend wird.//John F. Kennedy heißt ja irgendwie auch “Jack” Kennedy.//Flugzeuge können eigentlich nicht rückwärts fahren, aber durch die Schubumkehr zum Bremsen könnten sie vielleicht doch theoretisch rückwärts fahren. Vielleicht wollen sie nur einfach geschoben werden.//Krank werden möchte man eigentlich nie, aber wenn, dann doch nur zuhause und nicht in irgendeinem Hotelbett.
Gelacht
Über deutsche Urlauber, die man wirklich auf der ganzen Welt erkennt, Führerscheinanekdoten und Situationskomik (gerne in Verbindung mit zu scharfem Essen).
Gesagt
“Hast du eine Ahnung, was das ist?”
Gemerkt
Gegen Fernweh hilft nur das Heimweh, das rufe ich und renne los, immer wenn der Regen gegen mein Fenster schlägt, und dabei ist es doch das Heimweh, dass mich suchen lässt, an Orten fern von hier, in Leben, die fern von meinem sind.
Gefühlt
Reizüberflutet, immer mal wieder.


